„Man hat Arbeitskräfte gerufen“

Der Freundeskreis unterstützt das Deutsche Auswandererhaus in ganz unterschiedlichen Bereichen und organisiert jedes Jahr eine Vortragsreihe. Die Matineen über verschiedene Themen zur Migrationsgeschichte finden in den Räumen des Museums statt.

Die Vorträge sind öffentlich, der Eintritt ist frei.

Mehr zum Freundeskreis unter: www.freundeskreis-dah.de

Vortrag der Historikerin Eva Determann am Sonntag, 28. Januar 2018, um 10.30 Uhr

Mitte der 1950er Jahre entwickelte sich in Deutschland eine neue Form der Zuwanderung. Gezielt wurden Arbeitskräfte aus dem europäischen Ausland angeworben. Was waren die Bedingungen und wie entwickelten sich Beschäftigung und Zuwanderung von Arbeitsmigranten in der Hansestadt und in Bremerhaven? Welche Schlüsse lassen sich für die heutige Zeit daraus ziehen?

Der erste Bremer Bürgermeister der Nachkriegszeit, Wilhelm Kaisen, und die Arbeitsmigration der 1950er und 1960er Jahre führen uns zurück in die Anfangszeit der „Gastarbeiter“. Diese war geprägt von der Annahme, dass die damaligen Migranten nach Ablauf ihrer Vertragszeit  in ihre Heimat zurückkehren würden, was viele taten - aber einige blieben. Mit welchen Lebenswelten wurden die Arbeitsmigranten konfrontiert? In diesem Sinne verwendet die Referentin Max Frisch´s Zitat: „Man hat Arbeitskräfte gerufen und es kommen Menschen.“

Eva Determann ist Historikerin, Ausstellungskuratorin und Leiterin der Geschäftsstelle der Historischen Gesellschaft Bremen. Sie beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Themen der regionalen Wirschafts- und Sozialgeschichte.

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei. Eine vorherige Anmeldung ist erwünscht unter www.freundeskreis-dah.de.

Eva Determann © Sandy Volz