Juni 2014

Von der Lutherbibel zur Gaunergeschichte.

Bis 17. Juli 2014 im Deutschen Auswandererhaus Bremerhaven

Bücher für deutsche Einwanderer in Amerika 1728 - 1946 Auch wer mit leeren Händen auswandert, nimmt etwas mit: seine Sprache. Viele Deutsche wanderten seit Ende des 17. Jahrhunderts in die Neue Welt aus und siedelten sich insbesondere an der Ostküste Nordamerikas an. Sie hegten nicht nur den Wunsch, weiterhin in ihrer Heimatsprache zu sprechen, sondern diese auch zu lesen. Unter ihnen auch Christoph Sauer, der erste deutsche Verleger in den britischen Kolonien – und der erste, der eine Vollbibel in europäischer Sprache überhaupt druckte.

Die kleine Sonderausstellung widmet sich der Geschichte des deutsch-amerikanischen Verlagswesens: Von Sauers Bibel bis zu Nietzsches „Zarathustra“, von ABC-Büchlein für Kinder bis zum „Manifest der kommunistischen Partei“ – es gibt nicht viel, was zwischen dem 18. und dem 20. Jahrhundert in den USA nicht verlegt oder nachgedruckt worden wäre. Anhand von Originaldrucken und Reproduktionen zeigt die Schau, wie die deutsche Sprache auf dem nordamerikanischen Kontinent heimisch wurde und Mitte des 20. Jahrhunderts wieder verschwand.

Führung für Senioren

Montag, 2. Juni 2014, 14.00 Uhr im Deutschen Auswandererhaus Bremerhaven

Die Teilnehmer der Führung erfahren, wohin und unter welchen Bedingungen mehr als 7 Millionen Auswanderer über Bremerhaven ihre Heimat verließen. Im neuen Erweiterungsbau werden über 300 Jahre Einwanderungsgeschichte nach Deutschland präsentiert. Das Deutsche Auswandererhaus ist ein barrierefreies Museum und bietet ausreichend Sitzplätze in der Ausstellung, um sich einen Moment von den „Strapazen der Reise“ zu erholen. Nach Bedarf werden Kopfhörer für schwer hörende Menschen ausgegeben.

Wir bitten um vorherige Anmeldung, Tel.: 0471 / 90220-0 oder an der Kasse.

Führung durch die Dauer- und die Buchausstellung „Von der Lutherbibel bis zur Gaunergeschichte. Bücher für deutsche Einwanderer in Amerika 1728-1946“

Samstag, 7. Juni 2014, 15.00 Uhr im Deutschen Auswandererhaus Bremerhaven

Während des Rundgangs durch die Dauerausstellung erfahren die Teilnehmer Wissenswertes über 300 Jahre Aus- und Einwanderungsgeschichte. Zusätzlich wird ihnen in der aktuellen Kabinettausstellung „Von der Lutherbibel zur Gaunergeschichte. Bücher für deutsche Einwanderer in Amerika 1728 – 1946“ veranschaulicht, wie Menschen sich ein Stück ihrer alten Heimat in der Neuen Welt bewahrten: Sie brachten etwas von ihrer eigenen Kultur mit – die Sprache.

Anmeldung erwünscht, Tel.: 0471 / 90220-0 oder an der Kasse.

Führung für Kinder: Auf Entdeckungstour durchs Museum

Sonntag, 8. Juni 2014, 10.30 Uhr im Deutschen Auswandererhaus Bremerhaven

Warum verlassen so viele Menschen ihre Heimat? Wie erlebten die Auswanderer im 19. und 20. Jahrhundert die Überfahrt von Bremerhaven nach New York? Warum kommen andere nach Deutschland, um hier ein neues Leben zu beginnen? Und was heißt es, seine Familie und Freunde für immer zu verlassen? Während des spielerischen Rundganges durch die Ausstellung werden nicht nur diese Fragen beantwortet. Auch das Knoten von Seilen, das Riechen und Erraten von Medikamenten aus der Bordapotheke, das Ertasten von Proviant und vieles mehr gehören zur Kinderführung, die den Besuch im Museum zu einem wissensreichen Abenteuer macht. Die Teilnahme ist auf 15 Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren begrenzt.

Anmeldung erwünscht, Tel.: 0471 / 90220-0 oder an der Kasse.

Lange Nacht der Kultur in Bremerhaven
„VIVA BRASIL!“

Samstag, 14. Juni 2014, ab 17.30 Uhr im Deutschen Auswandererhaus Bremerhaven

Passend zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 bringt das Deutsche Auswandererhaus zur „Langen Nacht“ etwas Brasilien nach Deutschland: „Karneval in Rio“ speziell für Kinder und ein ebenso buntes Programm für Erwachsene. Berichte vom Leben in Brasilien, der Kampftanz Capoeira, lateinamerikanische Klänge und brasilianische Spezialitäten erwarten die Besucher.

Andersrum lassen sich auch in Brasilien Spuren aus Deutschland und sogar Bremerhaven finden: Erich Koch-Weser, ehemaliger Bürgermeister der Seestadt und Innenminister, Vizekanzler und Justizminister der Weimarer Republik, wanderte 1933 in die brasilianische Kolonie „Roland“ aus, die später zu „Rolandia“ wurde – eine Stadt, in der bis heute deutsche Traditionen erhalten geblieben sind.

Weitere Informationen erhalten Sie zeitnah unter www.dah-bremerhaven.de.

"Rumänen und Bulgaren als neue EU-Bürger in Bremerhaven"

Sonntag, 15. Juni 2014, 10.30 Uhr im Deutschen Auswandererhaus Bremerhaven

Die Matinee des Freundeskreises Deutsches Auswandererhaus e.V. ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Thematische Führung: "Gobernar es Poblar" – Deutsche Auswanderer auf dem Weg nach Lateinamerika im 19. und 20. Jahrhundert.

Sonntag, 15. Juni 2014, 10.30 Uhr im Deutschen Auswandererhaus Bremerhaven

Regieren heißt Bevölkern. Dies war das Motto der Einwanderungspolitik in Argentinien und Brasilien. Nicht nur die USA waren im 19. und 20. Jahrhundert Ziel deutscher Auswanderer, sondern auch Südamerika zog zahlreiche Menschen aus Deutschland an. Bis heute zeugen Fachwerkhäuser und Oktoberfeste in bestimmten Regionen Brasiliens, Chiles und Argentiniens von der deutschen Besiedlung. Die thematische Führung erläutert die Beweggründe der deutschen Südamerika-Auswanderer und beleuchtet dabei auch die Rolle staatlicher Anwerbeprogramme.

Anmeldung erwünscht, Tel.: 0471 / 90220-0 oder an der Kasse.

Klassische Führung

Sonntag, 22. Juni 2014, 10.30 Uhr im Deutschen Auswandererhaus Bremerhaven

Mehr als 7 Millionen Auswanderer traten von Bremerhaven aus die Schiffspassage nach Übersee an. Dort, wo sie Europa verließen, befindet sich heute das Deutsche Auswandererhaus. Die Teilnehmer begeben sich auf eine Zeitreise und begegnen Auswanderern aus zwei Jahrhunderten auf ihrem Weg in eine ungewisse Zukunft. Im Erweiterungsbau werden über 300 Jahre Einwanderungsgeschichte nach Deutschland präsentiert. Anschließend besteht die Möglichkeit, nach ausgewanderten Vorfahren zu recherchieren.

Anmeldung erwünscht, Tel.: 0471 / 90220-0 oder an der Kasse.