>>… GOOD MUSIC …<<

Zwei deutsche Musiker in Amerika 1880 – 1939

7. August 2017 - 31. Januar 2018

Mehr als hundert Originalbriefe zweier ausgewanderter hessischer Bauernsöhne dokumentieren deutsch-amerikanische Musikgeschichte. Louis und Fritz Schütz wachsen auf einem Bauernhof im Taunus auf. Nach ihrem Militärdienst in Deutschland wandern sie in den 1880er Jahren in die USA aus, wo sie sich ihren Lebensunterhalt als professionelle Musiker sichern. Bis zum Ersten Weltkrieg blüht die musikalische Freizeitkultur auf, die uns bis heute prägt: Konzerte und Tanzvergnügen. Und die Schütz-Brüder spielen die Popmusik ihrer Zeit: Polka und Marsch nach Sousa und anderen Concertbandkomponisten. Als sich ihre aktive Musikerlaufbahn dem Ende neigt, werden die Brüder Zeugen rasanter Veränderungen, die das musikalische Leben bis heute prägen: Mit Phonographen, Grammophon und Schallplatte, Radio und Jukebox hält aufgezeichnete Musik Einzug in Wohnzimmer und Gaststätten. Und nicht zuletzt beginnt sich mit Ragtime und dem frühen Jazz eine genuin amerikanische Musik herauszubilden.

Basierend auf dem umfangreichen Briefnachlass widmet sich die Sonderausstellung „>>... GOOD MUSIC ...<< Zwei deutsche Musiker in Amerika 1880 – 1939“ im Deutschen Auswandererhaus Fragen wie: Wie hat sich die europäische Musik der Blaskapellen in den USA verändert, lässt sich eine „Amerikanisierung“ von Repertoire und Spielweise aufzeigen? Gab es Berührungspunkte zwischen der Musik weißer Brass Bands und der afro-amerikanischer Musiker? Und wie wurde die internationale Musikgeschichte durch die frühen Brass Bands geprägt?