Autorenlesung mit Herta Müller

Literaturnobelpreisträgerin präsentiert Collage ihrer Werke am Montag, 25. September 2017, um 19.30 Uhr.

DIE VERANSTALTUNG IST BEREITS AUSVERKAUFT!

„Das Geheimnis ihrer Arbeit liegt in dem Rätsel beschlossen, dass ihre Bücher schön sind, wenngleich ihr Ernst noch schwerer wiegt als die Schönheit ihrer Wörter.“
(Michael Naumann)
    

„Mein Vaterland war ein Apfelkern“

Ein Gang durch das Werk von Herta Müller

Herta Müller, 1953 in Nitzkydorf/Rumänien geboren, lebt als Schriftstellerin in Berlin. Ihr Werk ist geprägt von ihren Erfahrungen im totalitären System des kommunistischen Ceauşescu-Regimes. Ihr erstes Buch „Niederungen“ (1982) wurde nur nach längerem Zögern und starken Eingriffen der Zensur veröffentlicht. 1984 erschien es in veränderter Form auch in Deutschland. Herta Müller wurde mit einem Veröffentlichungsverbot belegt und stand immer wieder im Visier des rumänischen Geheimdiensts Securitate, bis sie 1987 nach West-Berlin ausreisen konnte. Hier erschienen in rascher Folge die Romane „Der Fuchs war damals schon der Jäger“ (1992), „Herztier“ (1994) und „Heute wär ich mir lieber nicht begegnet“ (1997), ebenso Essays und Sammlungen ihrer Collagen. 2009 ist ihr bislang erfolgreichster Roman „Atemschaukel“ erschienen, ein Buch über die Deportation der Rumäniendeutschen in Arbeitslager in der sowjetischen Ukraine (Donbass) zwischen 1945 und 1950.

Neben zahlreichen Preisen wurde Herta Müller 2009 mit dem Literaturnobelpreis und 2015 mit dem Heinrich-Böll-Preis ausgezeichnet.

Herta Müller © Paul Esser

Lesung und Gespräch

Herta Müller und Ernest Wichner unternehmen einen Gang durch das erzählerische, das essayistische und das Collagenwerk von Herta Müller.

Ernest Wichner stammt wie Herta Müller aus dem Banat (Rumänien). Er lebt seit 1975 in Deutschland, ist Übersetzer und Autor und leitet seit 2003 das Literaturhaus in Berlin.
     

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