„Spurensuche. Mut zur Verantwortung!“

Der Internationale Museumstag wird jährlich vom Internationalen Museumsrat ICOM ausgerufen und findet dieses Jahr zum 40. Mal
statt. Ziel des Aktionstages ist es, auf die thematische Vielfalt der Museen weltweit aufmerksam zu machen. Der Internationale
Museumstag 2017 steht unter dem Motto „Spurensuche. Mut zur Verantwortung!“.

Das Deutsche Auswandererhaus sammelt, bewahrt, erforscht und stellt die Lebensgeschichten von Migranten und deren Erinnerungsstücke aus. Es sind diese individuellen, sehr persönlichen Erzählungen, die das Thema Migration im Museum so lebendig und anschaulich werden lassen. Menschen vertrauen dem Deutschen Auswandererhaus ihre Familiengeschichten an in dem Wissen, dass diese dort entsprechend sensibel aufgenommen und verantwortungsvoll dokumentiert werden.

Migrationsgeschichte objektiv darzustellen und sich dabei subjektiv erzählter Familiengeschichten zu bedienen, erfordert ein hohes Maß an Verantwortung. Gleichzeitig stellt sich für das Deutsche Auswandererhaus und die Wissenschaftler immer wieder die Frage nach den didaktischen und methodischen Vermittlungsmöglichkeiten von Migrationsgeschichte(n). Auch spielen Familiengeschichten und Zeitzeugeninterviews bei der Erforschung von Biografie-, Mentalitäts- und Alltagsgeschichte eine wesentliche Rolle – denn diese lässt sich nicht alleine durch Objekte erfassen.

Der Internationale Museumstag 2017 steht unter dem Motto „Spurensuche. Mut zur Verantwortung!“. Über dieses Thema unterhalten sich im Kontext des Deutschen Auswandererhauses Dr. Simone Eick (Direktorin) und Tanja Fittkau (wissenschaftliche Mitarbeiterin, zuständig für die Museumssammlung) mit Stiftern von Aus- und Einwanderungsbiografien. Moderiert wird das Gespräch von dem freien Journalisten Gerhard Snitjer, der u.a. für den NDR und das Nordwestradio arbeitet.

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.
Eine Anmeldung ist erwünscht unter Tel.: 0471 / 90 22 0 - 0.