Heimatsuche: Zwischen Flucht, Ankunft und Integration

Heute, da Flucht und Vertreibung uns wieder stark berühren, kann die Erinnerung uns helfen, aus der Vergangenheit zu lernen; für eine friedliche Zukunft: Der Schriftsteller Hebert Somplatzki wird an diesem Abend nicht nur aus seinen Werken lesen, sondern auch das Gespräch mit dem Publikum suchen.

Donnerstag, 15. März 2018, um 18.30 Uhr

Der Schriftsteller Herbert Somplatzki bewegt sich in zahlreichen seiner Werke im Spannungsbogen zwischen Heimat und Fremde. So wird, beispielsweise in „Masurische Gnadenhochzeit“, eine Familiengeschichte erzählt, die, eingebettet in die Weltgeschichte, vom Leben einer Familie in Krieg und Frieden berichtet – sowie von jenen Menschen aus dem Osten, die schon vor über 100 Jahren als Arbeitsmigranten in den Westen fuhren; oder von Flucht und Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg und von geglückter Integration. Als Buch und Hörspiel veröffentlicht, ergänzt „Bis wir im Frieden sind“ diesen thematischen Schwerpunkt noch weiter.

In Masuren geboren, hat Herbert Somplatzki als Kind Krieg und Flucht erfahren. 1946 nach Westdeutschland gekommen, reiste er schon in den 1970er Jahren wieder in seine Geburtsheimat zurück und suchte die Begegnung mit polnischen Menschen, die jetzt dort leben; eine Begegnung, die bis in die Gegenwart reicht. Seine Familiengeschichte ist auch in der Dauerausstellung des Deutschen Auswandererhauses zu sehen. Dort gehört die Biographie seines Großvaters Wilhelm Somplatzki zu den 15 Einzelschicksalen der Zuwanderer nach Deutschland, die die Besucher während des Rundgangs durch das Museum entdecken können.     

Informationen

Karten sind im Deutschen Auswandererhaus im Vorverkauf und je nach Verfügbarkeit an der Abendkasse erhältlich.

Preis: 8,00 € (erm. 6,50 €)

Hochzeit von Herbert Somplatzkis Eltern in Masuren. © Sammlung Deutsches Auswandererhaus