Bundesförderung für exklusives Pilotprojekt „Museum 4.0“

Deutsches Auswandererhaus ist einer der fünf Projektpartner

Der Bund fördert mit zunächst fünf Millionen Euro das Pilotprojekt „Museum 4.0“, in dem sich bundesweit mehrere Institutionen zusammengeschlossen haben, um digitale Strategien für das Museum der Zukunft zu entwickeln. An dem auf drei Jahre angelegten Projekt beteiligen sich unter Federführung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und ihrer Staatlichen Museen zu Berlin in Kooperation mit der Gründungsintendanz des Humboldt Forums auch das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven, das Deutsche Museum München, die Fasnachtsmuseen Langenstein und Bad Dürrheim mit weiteren Museen der schwäbisch-alemannischen Fasnacht und das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz. Für zwei weitere Projektjahre hat der Bund noch einmal eine Förderung in Aussicht gestellt.

„Wir freuen uns, Teil dieses innovativen Projektes zu sein und durch die Zusammenarbeit mit diesen exzellenten Kooperationspartnern aus den Bereichen Kunst, Kulturgeschichte, Technik und Naturkunde einen vielschichtigen Blick auf die Digitalisierung der Museumswelt zu werfen”, sagt Dr. Simone Eick, Direktorin des Deutschen Auswandererhauses.

Als visionär ausgerichtetes Pilotprojekt verfolgt „Museum 4.0“ das Ziel, für die beteiligten Museen einen gemeinsamen virtuellen Raum zu schaffen, in dem innovative Anwendungsmöglichkeiten digitaler Technologien für die Vermittlung, Kommunikation, Interaktion und Partizipation in Museen modellhaft entwickelt, erprobt und für eine flexible Nachnutzung aufbereitet werden. „Museum 4.0“ reagiert damit proaktiv auf die gesteigerte gesellschaftliche Bedeutung von Museen als Leuchttürme kultureller Vielfalt und sozialer Integration. So wollen die Projektpartner zum Beispiel gemeinsam nach neuen Wegen suchen, auf denen Museen sich zusätzliche Zielgruppen erschließen, in stärkeren Austausch mit ihren Besucherinnen und Besuchern treten sowie inklusive und individualiserte Vermittlungsangebote erarbeiten können.