Nach New York: „In Hamburg kannten wir doch keinen.“

Ein schimmerndes Goldnugget macht den Anfang - nicht nur in der Sonderausstellung des Deutschen Auswandererhauses Bremerhaven, sondern auch, als 1848 Gold in Kalifornien gefunden wurde. Damals begannen die Bewohner von Amrum und Föhr, in die Neue Welt aufzubrechen. Und schon bald entstand eine Tradition: Wer mehr erreichen wollte, als von der harten Seefahrt und der kargen Landwirtschaft zu leben, der ging ins ferne Nordamerika – nicht in die nahe gelegene, boomende Hafen- und Industriestadt Hamburg.

Einige der Auswanderer waren jedoch nur „Auswanderer auf Zeit“ und kehrten nach einigen Jahren wieder heim, um etwa den elterlichen Hof auf Amrum oder Föhr zu übernehmen. Vor allem die Geschichte dieser Rückkehrer erzählt die Sonderausstellung im Deutschen Auswandererhaus anhand von sechs spannenden Lebenswegen. Orale History-Dokumente an Hörstationen, familiäre Erinnerungsobjekte und zahlreiche Fotos von damals und heute zeigen, wann und warum die alte Heimat wichtiger sein kann als Geld und Gold.