Objekt des Monats: Foto, 1950

Jedes Objekt in der Sammlung des Deutschen Auswandererhauses erzählt eine ganz persönliche Auswanderungs- oder Einwanderungsgeschichte. In dieser Rubrik stellen wir Ihnen jeden Monat ein anderes Objekt vor – eine Fotografie, ein Dokument oder ein persönliches Erinnerungsstück.

© Sammlung Deutsches Auswandererhaus

Objekt des Monats

Foto, 1950
    

Historische Einordnung

Weihnachtskarten sind in den USA erstmals in den 1840er-Jahren aufgetaucht. Jedoch waren sie für die breite Masse der Bevölkerung unerschwinglich. Damals wurden sie noch in ihrem europäischen Ursprungsland, in Großbritannien, hergestellt. Die erste in den USA produzierte Weihnachtskarte wurde 1875 von dem preußischen Einwanderer Louis Prang in Boston kreiert. Im Laufe der 1920er-Jahren wurde es in der US-amerikanischen Bevölkerung populär, Karten mit Weihnachtsmotiven selbst zu gestalten. In dieser Zeit stieg auch das Interesse, die aufwendig gestalteten Karten während der Weihnachtszeit im Haushalt zu präsentieren, um die detaillierte Handarbeit zu würdigen.

Material:
Fotopapier

Maße:
6 cm x 10 cm

Schenkung:
Christel Schmidt
© Sammlung Deutsches Auswandererhaus

Kurzbiographie

Die aus dem niedersächsischen Schortens stammende Hermine Levien wagt 1928 den Sprung über den Großen Teich. In New Jersey baut sie sich gemeinsam mit ihrem Mann Friedrich ein neues Leben auf. In den Folgejahren bürgt sie für mehrere Familienmitglieder, die ebenfalls auswandern.

Bedeutung des Objektes

Weihnachten in den 1950er Jahren: Die Traditionen der neuen Heimat wurden übernommen. Über 20 Jahre nach ihrer Einwanderung in die USA dekoriert und präsentiert Hermine Levien die Weihnachtskarten, typisch amerikanisch, auffällig in ihrem Haushalt. Auf diesem Schnappschuss ist zu erkennen, dass eine Schnur durch das Wohnzimmer gespannt wurde, um die vielen Weihnachtskarten zur Schau zu stellen.

Haben auch Sie …

... eine Aus- oder Einwanderungsgeschichte Ihrer Familie zu erzählen und möchten diese mit den dazugehörigen Objekten und Dokumenten dem Deutschen Auswandererhaus für seine Sammlung übergeben? Dann kontaktieren Sie bitte Tanja Fittkau unter der Rufnummer 0471 / 90 22 0 – 0 oder per E-Mail unter: t.fittkau@dah-bremerhaven.de

Weitere Informationen zu Schenkungen und zu unserer Museumssammlung finden Sie auf der Seite Sammlung.

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