Portugiesische Migration nach Deutschland

Der Freundeskreis unterstützt das Deutsche Auswandererhaus in ganz unterschiedlichen Bereichen und organisiert jedes Jahr eine Vortragsreihe. Die Matineen über verschiedene Themen zur Migrationsgeschichte finden in den Räumen des Museums statt.

Die Vorträge sind öffentlich, der Eintritt ist frei.

Mehr zum Freundeskreis unter: www.freundeskreis-dah.de

Vortrag: Prof. Dr. Christoph A. Rass, Universität Osnabrück, am Sonntag, 10. September 2017, um 10.30 Uhr

1964 kam der millionste Gastarbeiter” nach Deutschland: der Portugiese Armando Rodrigues de Sá. Allgemein gelten die Portugiesen als unauffällige Migrationsgruppe, in den Medien werden sie bisweilen als die stillen Nachbarn” bezeichnet.

Welche Faktoren haben die Zuwanderung aus Portugal während des „Wirtschaftswunders“ geprägt, welche sind heute bestimmend für die Mobilität zwischen Deutschland und Portugal? Wie ist Einwanderern aus Portugal die Integration in die deutsche Migrationsgesellschaft gelungen und was prägt heute unser Bild dieser Prozesse? Diese Fragen wird Referent Christoph A. Rass thematisieren und dabei einen weiten Bogen von der frühneuzeitlichen Migration aus Portugal in dessen Kolonien bis zur Arbeitsmigration unter der Salazar-Diktatur oder der Rolle der Revolution von 1974 und dem EU-Beitritt Portugals 1986 schlagen.

Christoph A. Rass lehrt und forscht am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) an der Universität Osnarbrück. Seine Arbeit zur Historischen Migrationsforschung konzentriert sich vor allem auf die Themenfelder Wissensproduktion in Migrationsgesellschaften, Migrationsregime sowie Migration und Gewalt.

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.
Eine vorherige Anmeldung ist erwünscht unter www.freundeskreis-dah.de.

Das vollständige Veranstaltungsprogramm des Freundekreises Deutsches Auswandererhaus e.V. finden Sie hier.