Der erste Weltkrieg als globaler Krieg

Vortrag von Prof. Dr. Oliver Janz, Friedrich-Meinecke-Institut für Geschichtswissenschaften, Freie Universität Berlin

Donnerstag, 1. November 2018, 18.30 Uhr

Der Erste Weltkrieg war nicht nur eine europäische Katastrophe, er war auch der erste wirklich globale Krieg der Weltgeschichte. Dies wird im gängigen Bild vom Ersten Weltkrieg oft unterschlagen. Er wurde auch außerhalb Europas ausgetragen und an ihm waren auch außereuropäische Mächte und die europäischen Kolonien maßgeblich beteiligt. Er war zudem ein globaler Wirtschaftskrieg mit tiefgreifenden Folgen für militärisch und politisch wenig beteiligte Regionen wie Ostasien oder Lateinamerika. Er war zudem ein globales Medienereignis, das überall intensiv beobachtet und analysiert wurde. Dabei veränderte sich nicht nur das Bild Europas, sondern auch die Wahrnehmung des Eigenen und seiner Potentiale. Der Vortrag behandelt diese globalen Aspekte des Krieges und plädiert für eine Erweiterung der Weltkriegsforschung, die nach dem Beitrag außereuropäischer Regionen zum europäischen Kernkonflikt fragt, aber auch nach seinen globalen Folgen.

Der Eintritt ist frei.
Telefonische Anmeldung erwünscht: 0471 / 90 22 0 – 0.

Britische Soldaten, um 1915.

Der Vortrag ist Teil des Rahmenprogramms zum Ausstellungsexperiment „KRIEGsgefangen. OHNMACHT. SEHNSUCHT. 1914 – 1921“, welches das Deutsche Auswandererhaus bis zum 30. November präsentiert. Darin wird die Wirkung von analogen und virtuellen Erzählformen untersucht. Die Ausstellung wird von einer groß angelegten Studie begleitet. Thema der Ausstellung ist die Trennung von Heimat und Familie während einer Kriegsgefangenschaft im Ersten Weltkrieg, erzählt am Beispiel der Geschichte des Hamburger Soldaten August Schlicht.

Hier finden Sie mehr Informationen zum Ausstellungsexperiment.

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