Kriegsgefangene im Europa des Ersten Weltkriegs

Vortrag von Prof. Dr. Jochen Oltmer, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS), Universität Osnabrück

Donnerstag, 30. August 2018, 18.30 Uhr

Es gibt keinen Krieg ohne räumliche Bewegungen in großer Zahl: Soldaten ziehen fern ihrer Heimat in die Schlacht, Menschen flüchten, um sich in Sicherheit zu bringen. Und dann gibt es noch die Kriegsgefangenschaft, die in der Forschung heute als ein Teilaspekt von Migration betrachtet wird: Denn Gefangennahme und Rückkehr sind in der Regel mit Bewegungen über große Distanzen und Grenzen verbunden. Auch sind Trennung von Heimat und Familie Erfahrungen, die Kriegsgefangene und viele Auswanderer teilen.

Der Historiker Prof. Dr. Jochen Oltmer gilt als einer der wichtigsten Migrationsforscher in Deutschland und hat zahlreiche Bücher zu dem Thema herausgebracht. Er spricht in seinem Vortrag über Kriegsgefangenschaft und gewaltinduzierte Migration in verschiedenen europäischen Ländern während des Ersten Weltkriegs.

Der Eintritt ist frei.
Telefonische Anmeldung erwünscht: 0471 / 90 22 0 – 0.

Russische Kriegsgefangene auf dem Hof Schwanholt in Tittingdorf bei Buer in der Nähe von Osnabrück. © IMIS-Archiv

Der Vortrag ist Teil des Rahmenprogramms zum Ausstellungsexperiment „KRIEGsgefangen. OHNMACHT. SEHNSUCHT. 1914 – 1921“, welches das Deutsche Auswandererhaus bis zum 30. November präsentiert. Darin wird die Wirkung von analogen und virtuellen Erzählformen untersucht. Die Ausstellung wird von einer groß angelegten Studie begleitet. Thema der Ausstellung ist die Trennung von Heimat und Familie während einer Kriegsgefangenschaft im Ersten Weltkrieg, erzählt am Beispiel der Geschichte des Hamburger Soldaten August Schlicht.

Hier finden Sie mehr Informationen zum Ausstellungsexperiment.

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