„Es ist ja immer noch Krieg!“ Der Erste Weltkrieg, Erich Maria Remarque und die deutsche Kriegsliteratur

Vortrag von PD Dr. habil. Thomas F. Schneider, Erich Maria Remarque-Friedenszentrum, Universität Osnabrück

Donnerstag, 15. November 2018, 18.30 Uhr

Erich Maria Remarques Im Westen nichts Neues gilt heute international als bedeutendster Antikriegsroman zum Ersten Weltkrieg. Die kontroverse Auseinandersetzung um den Text fand jedoch nicht im literarischen Kontext statt, sondern war Kulminationspunkt einer seit Kriegsende andauernden Auseinandersetzung zwischen politischen Parteien der Weimarer Republik um die Deutungshoheit über den Ersten Weltkrieg. Und damit zugleich um die Akzeptanz oder Ablehnung der politischen Ordnung der Weimarer Demokratie. Der Vortrag wird sich im Schwerpunkt mit der Publikation und Diskussion um Remarques Im Westen nichts Neues im Jahr 1929 beschäftigen und dabei den Fokus auf die zugehörige Marketingkampagne des Ullstein-Konzerns und die mit ihr verbundenen Intentionen legen.

Dr. habil. Thomas F. Schneider ist Leiter des Erich Maria Remarque-Friedenszentrums/Universität Osnabrück. Er lehrt Neue deutsche Literatur an der Universität Osnabrück und der Universität der Bundeswehr München und ist seit 2013 Herausgeber kommentierter Neueditionen der Werke Erich Maria Remarques.

Der Eintritt ist frei.
Telefonische Anmeldung erwünscht: 0471 / 90 22 0 – 0.

Der Vortrag ist Teil des Rahmenprogramms zum Ausstellungsexperiment „KRIEGsgefangen. OHNMACHT. SEHNSUCHT. 1914 – 1921“, welches das Deutsche Auswandererhaus bis zum 30. November präsentiert. Darin wird die Wirkung von analogen und virtuellen Erzählformen untersucht. Die Ausstellung wird von einer groß angelegten Studie begleitet. Thema der Ausstellung ist die Trennung von Heimat und Familie während einer Kriegsgefangenschaft im Ersten Weltkrieg, erzählt am Beispiel der Geschichte des Hamburger Soldaten August Schlicht.

Hier finden Sie mehr Informationen zum Ausstellungsexperiment.

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