2,5 Millionen Besucher im Deutschen Auswandererhaus

Seit seiner Eröffnung am 8. August 2005 hat das preisgekrönte Migrationsmuseum 2,5 Millionen Besucher begrüßt. Durchschnittlich 192.000 Jahresbesucher haben sich in den vergangenen 13 Jahren auf eine bewegende Zeitreise durch 300 Jahre deutscher Auswanderungs- und europäischer Einwanderungsgeschichte begeben und verschiedenste Lebenswege von Menschen kennen gelernt, die ihre Heimat (un)freiwillig verließen. Gefragt, ob sie das Museum weiterempfehlen würden, antworten 99 Prozent der Besucher mit „Ja”. Neunzig Prozent der Besucher bewerten es mit „ausgezeichnet“ bzw. „sehr gut“.

© Deutsches Auswandererhaus

Wie die museumseigene Besucherumfrage mit bisher über 20.000 Teilnehmern zeigt, kommen Gäste aus allen Bundesländern während ihrer Ferien an der Nordsee ins Haus, die meisten Besucher stammen aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen. Von den ausländischen Gästen kommen die meisten aus den USA, gefolgt von der Schweiz, Frankreich und Österreich. Gefragt, welche Themen des Museums sie zukünftig noch stärker interessieren würden, antworteten in einer Befragung 2017 mehrere Besucher einstimmig: jüdische Emigration und aktuelles Fluchtgeschehen.

Mehr als die Hälfte der 2,5 Millionen Museumsgäste war bei ihrem Besuch zwischen 41 und 65 Jahre alt. Das Deutsche Auswandererhaus verzeichnet aber auch eine hohe Anzahl junger Besucher: Von den rund 270.000 Schülern haben viele im Klassenverbund eines der museumspädagogischen Angebote genutzt. Darunter sind häufig Schüler aus aller Welt, die sich gemeinsam mit ihren deutschen Austauschschülern mit einem wichtigen Kapitel transatlantischer und europäischer Geschichte auseinandersetzen. Seit 2014 haben auch zahlreiche neu angekommene Flüchtlinge das Museum besichtigt und erfahren, dass Deutsche einst aus ähnlichen Gründen migrierten: wirtschaftliche Nöte im eigenen Land und bessere Chancen im Ausland, Krieg und Verfolgung.

Nicht zuletzt haben 27 Sonderausstellungen, die zum Teil mit (inter)nationalen Kooperationspartnern entstanden, sowie 14 Tagungen und Journalistenworkshops, aber auch das umfangreiche Veranstaltungsprogramm zu dem kontinuierlichen Interesse am Deutschen Auswandererhaus geführt. So ist es laut der Statistik des Bremer Kultursenators seit 2007 kontinuierlich das meistbesuchte Museum im Bundesland Bremen und zählt dem Institut für Museumsforschung in Berlin zufolge zu den 3,4 Prozent der besucherstärksten Häuser in der Bundesrepublik.