Argentinischer Botschafter zu Gast im Deutschen Auswandererhaus

Botschafter Edgardo M. Malaroda, Museumsdirektorin Dr. Simone Eick und Sammlungsleiterin Tanja Fittkau. © Deutsches Auswandererhaus

Botschafter Edgardo M. Malaroda unterstützt Kooperation mit Immigration Museum in Buenos Aires

Nach seinem Besuch des Deutschen Auswandererhauses mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dem Diplomatischen Korps im Juni 2018 war der Argentinische Botschafter Edgardo M. Malaroda so begeistert von der Arbeit des Museums, dass er eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Bremerhavener Haus und seinem argentinischen Pendant, dem Immigration Museum in Buenos Aires, anstrebt. Um eine solche Kooperation zu initiieren, besuchte der Botschafter am Freitag, 16. November 2018, erneut das Deutsche Auswandererhaus. Gemeinsam mit Museumsdirektorin Dr. Simone Eick und Sammlungsleiterin Tanja Fittkau besprach Malaroda mögliche Projekte, die die beiden Migrationsmuseen gemeinsam realisieren können. Vorgesehen sind unter anderem gegenseitige Leihgaben von Familiengeschichten, Objekten und Dokumenten. So ergänzen und fundieren die Bremerhavener Experten der europäischen Übersee-Auswanderung und die lateinamerikanischen Spezialisten der Einwanderung nach Argentinien gegenseitig ihre wissenschaftliche Arbeit und die Bewahrung der deutsch-argentinischen Erinnerungskultur.

Botschafter Malaroda hat selbst europäische Vorfahren: Seine aus Ostpreußen stammende Mutter wanderte als Jugendliche 1948 über Hamburg nach Argentinien aus; sein Vater kam aus Italien. Während seines Besuches erzählte der Botschafter von den Migrationserfahrungen seiner Mutter, die, als sie Spatzen in Argentinien entdeckte, erleichtert sagte: „Ein Land, in dem Spatzen sind, da hungert man nicht.“