Der Mauerfall, Transformationsprozesse und die innerdeutsche Migration

Der Freundeskreises Deutsches Auswandererhaus e.V. hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1985 erheblich für das Migrationsmuseum verdient gemacht: So hat er in den vergangenen Jahrzehnten eine bedeutende Grafiksammlung erworben und den Grundstock für die Bibliothek zur deutschen Ein- und Auswanderungsgeschichte zusammengetragen. Diese wurde als Präsenzbibliothek, Dank der Unterstützung der Stiftung Deutsches Auswandererhaus, 2013 im historischen Seeamt eröffnet. Auch organisiert der Freundeskreis jedes Jahr eine Vortragsreihe mit ausgewiesenen Experten sowie Konzerte, Lesungen und Filmvorführungen, die mit deutscher Migrationsgeschichte zu tun haben. Die Matineen finden in den Räumlichkeiten des Deutschen Auswandererhauses statt.

Vortrag von Dr. Judith C. Enders am Sonntag, 8. September 2019, um 10.30 Uhr

Nach dem Mauerfall war die Bundesrepublik geprägt von Zuzügen aus der ehemaligen DDR. Bürger zweier Staaten begegneten sich, mit ihren jeweils eigenen gesellschaftlichen und politischen Hintergründen. In ihrem Vortrag im Deutschen Auswandererhaus beleuchtet Politikwissenschaftlerin Judith C. Enders, Lehrbeauftragte an der Alice Salomon Hochschule Berlin und Mitglied der Kommission der Bundesregierung „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“, vor allem die biographischen Erfahrungen der „Dritten Generation Ost“, die zwischen 1975 und 1985 in Ostdeutschland geboren wurde. Was hat die große „Auswanderungswelle“ aus Ostdeutschland mit den Abgewanderten und mit den Daheimgebliebenen gemacht und welche Bedeutung hat dies für die gesamtdeutsche Entwicklung? Kann man vielleicht sogar von einer innerdeutschen Migration sprechen? In ihrem Vortrag setzt sich Dr. Judith C. Enders mit diesen Fragen auseinander. Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe des Freundeskreises Deutsches Auswandererkreis e.V..
Die Veranstaltung ist öffentlich. Der Eintritt ist frei.

Dr. Judith C. Enders © privat