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Durch Raum und Zeit

Auswanderung

Der erste Teil der Dauerausstellung führt auf den Spuren Auswandernder aus ganz Europa über den Ozean in die Neue Welt. Sie kamen aus Oldenburg, Sachsen, Österreich-Ungarn und Russland, flohen vor Hunger, Krieg, Verfolgung oder Perspektivlosigkeit. Zentrale Stationen dieses bewegenden Weges sind im Museum aufwendig inszeniert und interaktiv zu entdecken: der Abschied an der Kaje Bremerhavens, die Überfahrt in schwankenden Schiffen, die Auswanderungsstation Ellis Island oder einige der typischen Lebenswelten von Eingewanderten im New York des 19. und 20. Jahrhunderts. Jeder Gast erhält für den Rundgang einen elektronischen Pass, der es ermöglicht, einer realen Lebensgeschichte zu folgen. So rückt das Museum nicht nur die historischen und gesellschaftlichen Hintergründe der Auswanderung in einem Zeitraum von rund 340 Jahren in den Blick, sondern stellt einzelne Biografien in den Mittelpunkt und gibt so gerade den Menschen eine Stimme, die oft nicht gehört werden.

Einwanderung

Auszuwandern bedeutet auch immer, in ein anderes Land einzuwandern. Dieser Perspektive und der Frage, wie Menschen ein neues Zuhause finden, ist der zweite Ausstellungsteil gewidmet. Der Rundgang führt zunächst in die Bundesrepublik nach 1945. An zentralen Orten des gesellschaftlichen Lebens werden hier Debatten um Einwanderung aus verschiedenen Perspektiven erlebbar. Im nächsten Raum richtet sich der Fokus wieder auf den einzelnen Menschen: In persönlichen Berichten und mit Original-Erinnerungsstücken erzählen Einwandernde der vergangenen 340 Jahren von ihren Erfahrungen mit dem neuen Zuhause in Deutschland. Am Ende des Rundgangs gelangen Museumsgäste ins „Forum Migration“. Dort können sie das Erlebte noch einmal reflektieren oder sich der eigenen Familiengeschichte widmen und nach Auswandernden in der Verwandtschaft recherchieren.

Eine Ausstellung entsteht

Bei der Entstehung des Neubaus und der Erweiterung seiner Dauerausstellung arbeitete das Team des Deutschen Auswandererhauses mit Expert:innen aus Handwerk, Kunst, Kultur und Wissenschaft zusammen. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen der Entstehung einer außergewöhnlichen Ausstellung, die am 26. Juni 2021 eröffnet wurde.

Dauerausstellung eine Ausstellung entsteht

Gesichter, die Geschichten erzählen

In die Fassade des Erweiterungsbaus von 2021 sind Porträt-Reliefs von Menschen eingelassen, die nach Deutschland eingewandert sind und sich in Bremerhaven niedergelassen haben. Hier können Sie mehr zu den Geschichten der abgebildeten Menschen erfahren. Ihre Fassadenporträts repräsentieren die Geschichte und Gegenwart von Bremerhaven – nicht nur als Auswanderungshafen, sondern auch als Einwanderungsstadt.

Fassadenporträts