Aktion für Schulklassen zum Holocaust-Gedenktag

Zum 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau führten die Vereinten Nationen im Jahr 2005 den Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust ein, der seitdem alljährlich am 27. Januar begangen wird. Das Deutsche Auswandererhaus beteiligt sich an diesem Erinnerungstag mit einem Angebot für Schulgruppen: Am Montag, 27. Januar 2020, bietet das Museum Schulklassen ab der 7. Jahrgangsstufe eine Sonderführung zum Thema „Displaced Persons – Heimatlos in Europa“.

Schüler*innen an einer Hörstation in der "Galerie der 7 Millionen". Foto: Elena Klein

„Displaced Persons – Heimatlos in Europa“

Acht Millionen Displaced Persons (DP) befanden sich nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland. Die ehemaligen jüdischen und nichtjüdischen KZ-Häftlinge, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen waren von den Nationalsozialisten und deren Unterstützern aus ihrer Heimat deportiert worden und hatten das nationalsozialistische Terrorsystem überlebt. Zwischen 1945 und 1951 wanderten rund 712.000 DPs aus – mehr als 550.000 schifften sich dabei über Bremerhaven ein, um unter anderem in die USA auszuwandern.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten zunächst eine Einführung in die Thematik; während der anschließenden Führung durch die Dauerausstellung des Deutschen Auswandererhauses erfahren sie anhand realer Biographien mehr über die Geschichte der Displaced Persons – von ihrer Verschleppung bis zum Neuanfang in Übersee.

Informationen & Anmeldung

„Displaced Persons – Heimatlos in Europa“: Sonderführung für Schulklassen am Montag, 27. Januar 2020.
Aufgrund der zur Verfügung stehenden Zeitfenster ist die Anzahl der Führungen begrenzt.
Eine Anmeldung ist erforderlich unter der Rufnummer 0471 / 90 22 0 – 0 oder per E-Mail: schulen@dah-bremerhaven.de.
Der Sonderpreis für diese Führung am Holocaust-Gedenktag beträgt pro Schüler im Klassenverbund 5,00 Euro.