Aus den Augen, aus dem Sinn. Wie und auf wessen Kosten die EU ihren Grenzschutz in Afrika ausbaut

Vortrag am Donnerstag, 14. März 2019, um 18.30 Uhr

Die europäische Migrationspolitik konzentriert sich seit Jahren auf die Sicherung der Außengrenzen und die Verhinderung von Flucht und Migration nach Europa. Nach der so genannten „Flüchtlingskrise“ 2015 wurden diese Bemühungen noch einmal verstärkt. Welche Konsequenzen diese Politik für die Menschen in Herkunfts- und Transitländern hat, gerät über den europaweit geführten Debatten um „Grenzsicherung“ und „Zuwanderungsstopp“ nur zu oft aus dem Blick. An Beispielen aus der Arbeit von Partnerorganisationen in Westafrika und der Sahelzone veranschaulicht Dr. Ramona Lenz von der Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international während ihres Vortrages die Auswirkungen der europäischen Abschottungspolitik bis weit in den afrikanischen Kontinent hinein. Ramona Lenz kommt auf Einladung des Arbeitskreises „Migration und Flüchtlinge“ im Nord-Süd-Forum Bremerhaven in die Seestadt.

medico international

Dr. Ramona Lenz ist Referentin für Flucht und Migration bei der Hilfs- und Menschenrechts-organisation medico international, die seit über 50 Jahren Kämpfe um Gerechtigkeit und Teilhabe im globalen Süden unterstützt.

Nord-Süd-Forum Bremerhaven

Das Nord-Süd-Forum Bremerhaven befasst sich seit 25 Jahren neben der Nord-Süd-Problematik mit Menschenrechts- und Umweltfragen. Als Teil des Forums setzt sich der Arbeitskreis „Migration und Flüchtlinge“ für eine humane Flüchtlingspolitik und ausreichend Beratungsangebote für Flüchtlinge vor Ort ein. Ein weiteres Ziel des Kreises ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Fluchtursachen und Flüchtlingsschutz.

Informationen

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung erwünscht unter der Telefonnummer 0471 / 90 22 0 - 0.

Dr. Ramona Lenz. ©Privat