So far, so good

Die vergessene Pulitzer-Preisträgerin Lisel Mueller

Sonderausstellung vom 9. August 2019 bis zum 5. Januar 2020

Geschichte, die das private Leben ergreift, seine Zukunft und Gegenwart mitbestimmt: Diese zentrale europäische Erfahrung des 20. Jahrhunderts prägt das Werk der Dichterin Lisel Mueller.

Die 1924 in Hamburg geborene Lisel Mueller folgt 1939 ihrem bereits emigrierten Vater in die USA. Nach dem Tod ihrer Mutter im Jahr 1953 beginnt sie, Gedichte zu schreiben. 1965 veröffentlicht sie ihren ersten Gedichtband und erhält 1997 den Pulitzer-Preis für ihr Werk Alive Together. New and Selected Poems. Anders als in den USA ist sie in Deutschland vergessen oder nie bekannt gewesen.

Die Ausstellung knüpft an ihr Gedicht Curriculum Vitae (Lebenslauf) an und bietet viele persönliche Zugänge: bisher nie gezeigte Erinnerungsstücke der Familie Mueller, weitere Gedichte und die Interpretationen des taz-Redakteurs Benno Schirrmeister, der die Idee zu diesem einzigartigen Ausstellungsprojekt an das Deutsche Auswandererhaus herantrug.

„So far, so good. Die vergessene Pulitzer-Preisträgerin Lisel Mueller“ zeigt Leben und Werk der Dichterin in einem dreidimensionalen Raum – ein Leben, das noch nicht abgeschlossen ist: Lisel Mueller lebt heute in Chicago.

 

Nachtrag:
Lisel Mueller verstarb am Freitag, 21. Februar 2020, in Chicago im Alter vom 98 Jahren.

Mit freundlicher Unterstützung: