„Etwas Besseres als den Tod findest du überall”

Eine Ausstellung über Märchen und Migration im Rahmen des Bremer Stadtmusikantensommers.

MIGRATION UND HEIMAT IN DEN MÄRCHEN DER BRÜDER GRIMM

Viele Figuren in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm sind unterwegs, die einen freiwillig, die anderen unfreiwillig oder sogar gezwungenermaßen. Das Heim und die Heimat erweisen sich für sie oft als un-heimlich. Davon können nicht nur die Bremer Stadtmusikanten ein Lied singen. Warum ziehen Brüderchen und Schwesterchen in die weite Welt? Wie kommt Schneewittchen zu den sieben Zwergen? Und was – oder vielmehr: wer – treibt Hänsel und Gretel in den Wald?

Die genannten Märchen zeigen Gründe auf, aus denen noch heute Menschen auswandern oder fliehen: Das Elend, das mit „Es war einmal ...“ beginnt, hat in der Gegenwart nicht aufgehört, zu bestehen. Aber gilt das nicht ebenso von dem Glück, das die meisten Märchen ihre Figuren in der Fremde dann doch finden lassen? Lebt nicht auch dies Glück, „wenn es nicht gestorben ist, noch heute“ – zumindest als Versprechen?

In sechs Plakaten regt die Ausstellung am Ende des Museumsrundgangs dazu an, die altbekannten Märchen wieder und neu zu lesen.

Das preisgekrönte Erlebnismuseum zeigt die Sonderausstellung im Rahmen des Bremer Stadtmusikantensommers vom 5. Juli bis zum 31. Oktober 2019.

Der Eintrittspreis für die Leseausstellung ist im Eintritt ins Deutsche Auswandererhaus enthalten. Die Ausstellung kann nicht separat besucht werden.