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Objekt des Monats

Jedes Objekt in der Sammlung des Deutschen Auswandererhauses erzählt eine ganz persönliche Auswanderungs- oder Einwanderungsgeschichte. In dieser Rubrik stellen wir Ihnen jeden Monat ein anderes Objekt vor – eine Fotografie, ein Dokument oder ein persönliches Erinnerungsstück.

April 2020

Zeitungsartikel aus „The Express“, 30. August 1984

anlässlich des Tags der Ersten Begegnung

Material

Zeitungsdruckpapier, Druckfarbe

Maße

31,5 cm x 10,4 cm

Schenkung

Renate Mönnich

April 2020: Zeitungsartikel aus „The Express“, 30. August 1984 Newsbild 1
April 2020: Zeitungsartikel aus „The Express“, 30. August 1984 Newsbild 2

Historische Einordnung

Wer das Weltall erkunden möchte, bedarf technologischer Hilfsmittel, wissenschaftlicher Neugierde und Innovationsgeschick. Kein Genre zeigt das so deutlich wie Science-Fiction*: Am 5. April 2063 startet der fiktive Ingenieur Zefram Cochrane in Bozeman, Montana, in seinem selbst gebauten Raumschiff einen Testflug ins Weltall. Der von ihm entwickelte Raketenantrieb bricht sämtliche bisherige Geschwindigkeitsrekorde und zieht die Aufmerksamkeit der Vulkanier:innen auf den Planeten Erde, die daraufhin Kontakt zu den Menschen aufnehmen. Dieses Ereignis wird im Science-Fiction-Universum von Star-Trek als Tag der Ersten Begegnung gefeiert.

*… und was hat das mit Migration zu tun?

 „Es ist unklug, das zu trivialisieren, was man nicht verstehen kann, Doktor“ (Spock, Star Trek XIII Beyond, 2016) 

Science-Fiction kann als ein Gedankenspiel verstanden werden, das die Zuschauer:innen ihrer gegenwärtigen Welt entfremdet: Die Protagonist:innen erleben eine im mehrfachen Sinne grenzüberschreitende Reise, die sich zum Beispiel auf zeitliche, geographische, kulturelle und sprachliche Bereiche bezieht. Als Zuschauende können wir neben den offensichtlichen Herausforderungen dieser Unterfangen auch beobachten, wie sich die Frage nach der Definition des „Eigenen“ und des „Fremden“ stellt. Denn was genau „eigen“ oder „fremd“ bleibt, so stellt sich heraus, ist abhängig von Standpunkt und Perspektive.

Kurzbiographie

Emmi und Richard Voigt heiraten 1947 in Oldenburg-Ohmstede. So unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nehmen die USA, Kanada und Australien grundsätzlich keine deutschen Einwander:innen auf. 1948 wird diese Regelung schließlich gelockert und viele Deutsche entscheiden sich dazu, ihr Glück in Übersee zu suchen und Nachkriegsdeutschland zu verlassen. Unter ihnen befindet sich auch das Ehepaar Voigt, das 1949 Oldenburg in Richtung USA verlässt. Emmi und Richard Voigt bekommen dort 1954 einen Sohn und bauen in Connecticut ein Haus. Dort greift Richard Voigt in seiner Freizeit nach den Sternen: Er beschäftigt sich mit Astronomie und baut seine eigenen Teleskope. Um 1984 wird er sogar zum Ehrenmitglied des Litchfield Hills Amateur Astronomy Club gewählt.

Bedeutung des Objekts

Zeitungen sind eine von zahlreichen Quellen für die Rekonstruktion, Darstellung und Vermittlung von historischen und gegenwärtigen Geschehnissen. Durch den vorliegenden Artikel bekommen wir zum Beispiel einen weiteren Einblick in das Leben des Auswanderers Richard Voigts. Und wir erfahren, dass er neben der Astronomie weiteren technischen Hobbys nachging, wie das Konstruieren und Verfeinern von Metalldetektoren, die er zum Sondeln verwendet. Der Titel lässt aber schon auf seine favorisierte Freizeitbeschäftigung schließen, übersetzt heißt es: „Voigt findet Trost im Universum“.  

Haben auch Sie …

… eine Aus- oder Einwanderungsgeschichte Ihrer Familie zu erzählen und möchten diese mit den dazugehörigen Objekten und Dokumenten dem Deutschen Auswandererhaus für seine Sammlung übergeben? Dann kontaktieren Sie bitte Dr. Tanja Fittkau unter der Rufnummer 0471 / 90 22 0 – 0 oder per E-Mail unter: t.fittkau@dah-bremerhaven.de

Archiv: Bisherige Objekte des Monats

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Haben auch Sie …

… eine Aus- oder Einwanderungsgeschichte Ihrer Familie zu erzählen und möchten diese mit den dazugehörigen Objekten und Dokumenten dem Deutschen Auswandererhaus für seine Sammlung übergeben? Dann kontaktieren Sie bitte Dr. Tanja Fittkau unter der Rufnummer 0471 / 90 22 0 – 0

oder per E-Mail unter: t.fittkau@dah-bremerhaven.de

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