Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter um stets auf dem Laufenden zu bleiben.

Folgen Sie uns

Objekt des Monats

Jedes Objekt in der Sammlung des Deutschen Auswandererhauses erzählt eine ganz persönliche Auswanderungs- oder Einwanderungsgeschichte. In dieser Rubrik stellen wir Ihnen jeden Monat ein anderes Objekt vor – eine Fotografie, ein Dokument oder ein persönliches Erinnerungsstück.

Juli 2018

Reisenähset „Hapag-Lloyd Tours“ um das Jahr 1989

Material

Papier, Metall, Baumwolle/Polyester, Plastik

Maße

7,5 cm x 7,5 cm x 0,2 cm

Schenkung

Anneliese Banholzer

Juli 2018: Reisenähset, 1989 Newsbild 1
Juli 2018: Reisenähset, 1989 Newsbild 2

Historische Einordnung

Das Reisenähset im Pappumschlag ist ein Werbegeschenk des Reiseanbieters Hapag-Lloyd Tours.

Kurzbiographie

1897 verschwindet Ignaz Schmid für zwei Jahre. Bei seiner Rückkehr stellt sich heraus: Er ist ausgewandert – und wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Ignaz Schmid ist der Großvater unserer Schenkerin Anneliese Banholzer. 55 Jahre nach ihrem Großvater wandert auch sie aus. Von Hamburg fährt sie auf der „Italia“ nach New York. Ihr späterer Mann Heinz Banholzer wandert ebenfalls nach Amerika aus: Ihn bringt die „Gripsholm“ von Bremerhaven nach New York. Beide reisen am 26. April 1952 in Deutschland aus und erreichen am 7. Mai New York. Dort wird die „Gripsholm“ direkt vor der „Italia“ abgefertigt. Erst auf einem Schützenfest in New Jersey lernen sich Anneliese und ihr Mann kennen. Wie auch ihr Großvater kehrt Anneliese Banholzer, zusammen mit ihrem Mann und Sohn, nach Deutschland zurück. Weitere Reisen führen sie immer wieder zurück in die USA.

Bedeutung des Objekts

Reisenähsets wie dieses kennt sicher jeder – und so manchen haben sie schon vor unangenehmen Erlebnissen unterwegs bewahrt. Zum „Nadel-Einfädelungs-Tag“, der am 25. Juli begangen wird, rücken wir dieses unterschätze Objekt ins Rampenlicht.

Über die Entstehung des „Thread-the-Needle-Day“, wie er in seiner amerikanischen Heimat heißt, ist wenig bekannt. Nennenswert ist jedoch, dass „to thread a needle“ nicht nur „eine Nadel einfädeln“ bedeutet. Die Redewendung wird auch als Metapher für das Finden eines Mittelwegs zwischen verschiedenen Positionen benutzt – sicherlich eine Praxis, in der sich nicht nur aus- und eingewanderte Menschen in allen Zeiten üben müssen.

Anneliese Banholzer erhält dieses Nähset vom Reiseveranstalter Hapag-Lloyd Tours, als sie im Oktober 1989 an einem Jungfernflug von Hannover nach New York teilnimmt. Es enthält neben verschiedenen Garnfarben einige Nadeln, Sicherheitsnadeln und Knöpfe – und für ungeübte „Einfädler“ auch ein Pflaster.

Haben auch Sie …

… eine Aus- oder Einwanderungsgeschichte Ihrer Familie zu erzählen und möchten diese mit den dazugehörigen Objekten und Dokumenten dem Deutschen Auswandererhaus für seine Sammlung übergeben? Dann kontaktieren Sie bitte Dr. Tanja Fittkau unter der Rufnummer 0471 / 90 22 0 – 0

oder per E-Mail unter: t.fittkau@dah-bremerhaven.de

Archiv: Bisherige Objekte des Monats