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Portraitaufnahme, ca. 1951

Solomon Fridrih wird im Jahr 1919 im Dorf Sestrinowka bei Kosjatyn in der Region Winnyzja in eine jüdische Familie geboren. Sein Geburtsort liegt etwa 150 Kilometer südwestlich von Kiew. Ab 1942 dient er in der Roten Armee; als Militärarzt nimmt er auch an den Kämpfen gegen die Wehrmacht auf dem Territorium der heutigen Ukraine teil. Bis 1970 dient er in der sowjetischen Armee und hat zuletzt den Rang eines Obersts. Unmittelbar nach dem Zerfall der Sowjetunion verlässt Solomon Fridrih 1992 mit seiner Frau die unabhängig gewordene Ukraine und kommt als sogenannter „Kontingentflüchtling“ nach Deutschland ­– mehrere Familienmitglieder folgen ihm nach. Er stirbt 2005 mit 86 Jahren in Gelsenkirchen. Er war ukrainischer Jude, sprach russisch, wurde mitten im nach der Revolution 1917 ausgebrochenen Bürgerkrieg geboren und kämpfte im Zweiten Weltkrieg für die Sowjetunion. Die letzten zwölf Jahre seines bewegten Lebens verbrachte er im wiedervereinigten Deutschland. Sein 2015 geborener Enkel ist nach ihm benannt.

© Sammlung Deutsches Auswandererhaus, Schenkung Elena Fridrih