Matinee mit Migrationsforscher Dr. Marcus Engler
Auftakt der Vortragssaison
Am Sonntag, den 12. April 2026 um 10:30 Uhr startet der Freundeskreis Deutsches Auswandererhaus e.V. mit seiner ersten Matinee in die diesjährige Vortragssaison. Zu Gast ist der Migrationsforscher und Sozialwissenschaftler Dr. Marcus Engler, der am Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) in Berlin tätig ist. Die Veranstaltung eröffnet die diesjährige Reihe der Matineen und lädt dazu ein, aktuelle gesellschaftspolitische Fragen im Dialog mit Expert:innen zu vertief
Unter dem Titel „Einwanderungsland Deutschland – zwischen Abschottung und Anwerbung“ beleuchtet Dr. Engler aktuelle Migrationstrends, politische Steuerungs-maßnahmen und gesellschaftliche Kontroversen. In seinem Vortrag ordnet er die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Flucht und Migration in Deutschland in einen europäischen und globalen Kontext ein.
Deutschland steht migrationspolitisch vor einem grundlegenden Zielkonflikt: Einerseits werden Grenzschutz und Abschiebungen verschärft, andererseits wächst angesichts des Fachkräftemangels der Bedarf an Zuwanderung. Wie lassen sich Abschottung und Anwerbung miteinander vereinbaren? Und welche politischen Strategien sind geeignet, um diesen Spannungsfeldern zu begegnen?
Durch seine Arbeit für das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) sowie für zahlreiche andere Organisationen im In- und Ausland verfügt Dr. Engler über umfangreiche Erfahrungen und befasst sich seit vielen Jahren mit Trends, Debatten und politischen Entwicklungen im Themenfeld Migration, Integration, Flucht und Asyl. Seit 2020 arbeitet er am Deutschen Zentrum für Integration und Migration (DeZIM) in Berlin.
In seinem Vortrag analysiert er nicht nur aktuelle politische Entwicklungen, sondern diskutiert auch kritisch die Wirkungsweisen gegenwärtiger Maßnahmen. Dabei nimmt er insbesondere die politische Dynamik in Deutschland in den Blick und zeigt Perspektiven für eine zukunftsorientierte, pragmatische Einwanderungspolitik auf.
Der Vortrag findet im New York-Saal des Deutschen Auswandererhauses statt. Der Besuch ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.Demokratiegeschichte