Das Wissen über Migration: Forschung und Gesellschaft im Dialog

Der Freundeskreises Deutsches Auswandererhaus e.V. hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1985 erheblich für das Migrationsmuseum verdient gemacht: So hat er in den vergangenen Jahrzehnten eine bedeutende Grafiksammlung erworben und den Grundstock für die Bibliothek zur deutschen Ein- und Auswanderungsgeschichte zusammengetragen. Diese wurde als Präsenzbibliothek, Dank der Unterstützung der Stiftung Deutsches Auswandererhaus, 2013 im historischen Seeamt eröffnet. Auch organisiert der Freundeskreis jedes Jahr eine Vortragsreihe mit ausgewiesenen Experten sowie Konzerte, Lesungen und Filmvorführungen, die mit deutscher Migrationsgeschichte zu tun haben. Die Matineen finden in den Räumlichkeiten des Deutschen Auswandererhauses statt.

Vortrag von Prof. Dr. Christoph A. Rass, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien der Universität Osnabrück, am Sonntag, 2. Dezember 2018, um 10.30 Uhr.

Schon immer gehören Migration und Mobilität zum Menschen und schon immer haben sie Gesellschaften verändert. Es stellt sich also nicht die Frage, ob sie sich mit Migration und Integration auseinandersetzen, sondern wie sie es tun. Durch Aus- und Einwanderung werden Gesellschaften vielfältiger und das wirkt sich auf soziale Verhältnisse, Kultur, Politik und Wirtschaft aus. Wie reagieren Gesellschaften als ganze, aber auch Einzelpersonen und Institutionen darauf? Das hängt entscheidend davon ab, welches Wissen sie von Aus- und Einwanderung haben und wie sie über diese Phänomene diskutieren. Wissenschaft hat in diesem Prozess zunehmend an Bedeutung gewonnen. In seinem Vortrag berichtet Prof. Dr. Christoph Rass darüber, wie seit dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland über Migration und gesellschaftlichen Wandel debattiert wurde und welche Rolle dabei wissenschaftliche Forschung spielte.

Prof. Dr. Christoph A. Rass studierte Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Neueste Geschichte und Informationswissenschaft an der Universität des Saarlandes, habilitierte an der RWTH Aachen. Seit 2015 hat er die Professur für Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung an der Universität Osnabrück inne. 2017 wurde er mit dem mit 10.000 Euro dotierten Kalliope-Preis für praxisnahe Migrationsforschung der Stiftung Deutsches Auswandererhaus ausgezeichnet.

Die Veranstaltung ist öffentlich.
Der Eintritt ist frei.

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Kalliope-Preisträger Christoph A. Rass. Foto: Antje Schimanke