Kalliope-Preis für praxisnahe Migrationsforschung

Die Stiftung Deutsches Auswandererhaus und das Deutsche Auswandererhaus verleihen alle zwei Jahre den mit 10.000 Euro dotierten „Kalliope-Preis für praxisnahe Migrationsforschung“.

Kalliope-Preis Stiftung Deutsches Auswandererhaus

Ausschnitt aus einem Bilderbogen. Cesare Ripa, Paris, 1677.

Preis

Mit dem Kalliope-Preis für praxisnahe Migrationsforschung werden universitäre Fachbereiche ausgezeichnet, deren Forschungsergebnisse Kultur- und Bildungseinrichtungen helfen, Migration weitsichtig, nachhaltig und global zu vermitteln. Der Preis dient der Förderung von wissenschaftlichen Arbeiten und Universitätsprojekten zur Einwanderung nach Deutschland oder zur deutschen Auswanderungsgeschichte. Im Fokus stehen dabei: 

> Werte und Normen eines transkulturellen Zusammenlebens
> Akkulturationsprozesse
> kulturelle Diversität und soziale Mobilität
> Selbst- und Fremdwahrnehmung
> Rassismus

Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro hat mit Dr. Joachim Ditzen-Blanke ein langjähriger Förderer und großzügiger Unterstützer des Deutschen Auswandererhauses zur Verfügung gestellt. Ein Teil des Preisgeldes wird für ein gemeinsames Kooperationsprojekt zwischen dem Preisträger und dem Deutschen Auswandererhaus verwandt.

Nominierungen 2015

Nominiert waren - in alphabetischer Reihenfolge:

Freie Universität Berlin
Institut für Vergleichende Ethik
> Prof. Dr. Markus Tiedemann

Georg-August-Universität Göttingen
Institut für Kulturanthropologie / Europäische Ethnologie
> Prof. Dr. Sabine Hess

Universität Osnabrück
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien
> Prof. Dr. Andreas Pott, Apl. Prof. Dr. Jochen Oltmer

Die Preisträgerin oder der Preisträger wird am Abend der Verleihung bekannt gegeben.

Jury 2015

Die Jury besteht aus folgenden Mitgliedern:

Prof. Dr. Christine Langenfeld, Vorsitzende Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration, Berlin
Prof. Dr. Bernd M. Scherer, Intendant, Haus der Kulturen der Welt, Berlin
Jörg Schulz, Oberbürgermeister a. D., Vorsitzender Stiftung Deutsches Auswandererhaus, Bremerhaven
Matthias Ditzen-Blanke, Stiftungsratsvorsitzender Stiftung Deutsches Auswandererhaus, Bremerhaven
Dr. Simone Eick, Direktorin, Deutsches Auswandererhaus, Bremerhaven

Kalliope

Kalliope ist die älteste und weiseste der neun Musen. Als Namensgeberin für den Preis wurde sie ausgewählt, weil sie Museen mit Forschung, Weisheit und Schönheit verbindet: Das Wort Museum leitet sich vom altgriechischen Wort für "Musentempel" ab. Der Name Kalliope bedeutet auch die Schönstimmige. Zudem gilt sie als Muse der Wissenschaft und der Philosophie.

Stiftung Deutsches Auswandererhaus

Stiftung

Die Stiftung Deutsches Auswandererhaus wurde im Januar 2006 gegründet. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Forschungs- und Ausstellungsprojekte des Deutschen Auswandererhauses zu unterstützen und das Museum international zu verankern.

Die Stiftung verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke und möchte das Museum in die Lage versetzen

> Exponate zum Thema Migration zu erwerben
> die Sammlung zu erweitern und wissenschaftlich zu bearbeiten
> Forschungsergebnisse zu veröffentlichen
> sein Archiv und seine Bibliothek auszubauen
> Ausstellungsprojekte zu verwirklichen

Der Sitz der Stiftung liegt in Bremerhaven. Die Stadt an der Wesermündung war der größte kontinentaleuropäische Auswandererhafen, von dem zwischen 1830 und 1974 mehr als 7,2 Millionen Menschen nach Übersee aufgebrochen sind. An diesem historischen und authentischen Standort wurde im August 2005 das Deutsche Auswandererhaus eröffnet. Nur knapp ein halbes Jahr später schlossen sich Vertreter der Bremerhavener Wirtschaft, die Stadt Bremerhaven und die Betreibergesellschaft des Museums zusammen, um die Stiftung Deutsches Auswandererhaus zu gründen und damit das Haus darin zu unterstützen, seine schon in der Gründungsphase begonnene museologische und wissenschaftliche Arbeit fortsetzen zu können.