Kalliope-Preis

Praxisnahe Migrationsforschung

Die Stiftung Deutsches Auswandererhaus und das Deutsche Auswandererhaus verleihen alle zwei Jahre den „Kalliope-Preis für praxisnahe Migrationsforschung“. Er ist mit 20.000 Euro dotiert.

Der Kalliope-Preis 2019 stand unter der Schirmherrschaft von Dr. Wolfgang Schäuble, Präsident des Deutschen Bundestages.

Der Preis

Mit dem Kalliope-Preis für praxisnahe Migrationsforschung fördern die Stiftung Deutsches Auswandererhaus wissenschaftliche Arbeiten und (Universitäts-)Projekte, deren Forschungsergebnisse Kultur- und Bildungseinrichtungen helfen, Migration nachhaltig und global zu vermitteln. Dabei interessieren vor allem Forschungsarbeiten, die die gesellschaftlichen Veränderungen durch Migration verdeutlichen. Ziel ist es darüber hinaus, die Zusammenarbeit zwischen Universitäten bzw. außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Museen zu fördern, um die Forschungsergebnisse in Museen einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Der Preis zeichnet einen Wissenschaftlerin bzw. einen universitären Fachbereich oder eine Abteilung einer außeruniversitären Forschungseinrichtung für zwei Einreichungen aus, die beide zusammen die Bewerbung ausmachen:

  1. Eine bereits fertiggestellte wissenschaftliche Arbeit oder ein fertiges Projekt zu einem der folgenden Themen:
    - Akkulturationsprozesse
    - Werte und Normen eines transkulturellen Zusammenlebens
    - Kulturelle Diversität und soziale Mobilität
    - Selbst- und Fremdwahrnehmung
    - Rassismus in Einwanderungsgesellschaften
    Ausgezeichnet werden wissenschaftliche Arbeiten und Universitätsprojekte (Programme, Initiativen, Publikationen) zur Einwanderung nach Europa oder zur europäischen Auswanderung nach Übersee.

  2. Eine Idee für ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Deutschen Auswandererhaus zu einem feststehenden Thema. Für den Kalliope-Preis 2019 lautet dieses Thema: Recht auf Freizügigkeit. Was einer darf, dürfen alle?

Ziel des Kooperationsprojektes ist es, gemeinsam

  • ein Forschungs-/Bildungsprojekt oder

  • eine Fachkonferenz oder

  • eine Publikation

zu entwickeln und umzusetzen. Seitens des Deutschen Auswandererhauses stehen für das Gemeinschaftsprojekt seine europaweit einzigartige Museumssammlung zur Aus- und Einwanderungsgeschichte sowie Expert:innen zur historischen Migrationsforschung und Migrationsmuseologie zur Verfügung. Räumlichkeiten für Konferenzen mit bis zu 150 Personen sind ebenfalls vorhanden. 

Preisgeld

Das Preisgeld beträgt 20.000 Euro.

Ein Teil des Preisgeldes (7.500 Euro) geht zur freien Verfügung an das Institut oder den Fachbereich / die kooperierenden Fachbereiche bzw. die Verfasserin / den Verfasser des ausgezeichneten wissenschaftlichen Werkes/Projektes.

Mit dem anderen Teil des Preisgeldes (12.500 Euro) wird ein Kooperationsprojekt zwischen dem/der Preisträgerin und dem Deutschen Auswandererhaus verwirklicht. Dieser Teil des Preisgeldes ist unter anderem für Honorare, Personal-/Sachmittel sowie Reise- und andere Kosten, die dem/der Preisträgerin durch das Kooperationsprojekt entstehen, vorgesehen. Idealerweise werden in dieses Projekt noch andere Museen oder Universitäten bzw. außeruniversitäre Forschungseinrichtungen eingebunden.

Gestiftet hat das Preisgeld Dr. Joachim Ditzen-Blanke (†), ehemaliger Herausgeber der Nordsee-Zeitung sowie langjähriger Förderer und großzügiger Unterstützer des Deutschen Auswandererhauses. 

Fragen & Antworten

Wer darf sich bewerben?

Bewerben dürfen sich Wissenschaftler:innen, die an einer Universität oder außeruniversitären Forschungseinrichtung in Europa beschäftigt sind.

Auf welchem Wege dürfen die Bewerbungen eingereicht werden?

Die vollständigen Bewerbungsunterlagen müssen über die Instituts- oder Fachbereichsverwaltung der Universität bzw. die Abteilungsleitung der Forschungsinstitution eingereicht werden.

Was muss eine Bewerbung unbedingt enthalten?

  • die wissenschaftliche Arbeit bzw. Beschreibung des durchgeführten und bereits abgeschlossenen Forschungsprojektes

  • eine maximal zweiseitige Zusammenfassung dieser Arbeit bzw. dieses Projektes

  • ein Bewerbungsschreiben, in dem die Intention dieser Arbeit bzw. dieses Projektes vorgestellt und der praxisnahe Nutzen für die breite Öffentlichkeit dargestellt wird

  • eine maximal zweiseitige Ideenskizze für das Kooperationsprojekt zum Thema „Recht auf Freizügigkeit. Was einer darf, dürfen alle?“, das mit dem Deutschen Auswandererhaus und ggf. weiteren Partnern durchgeführt werden soll.

Wann war Bewerbungsschluss?

Am 15. September 2019.

Wann wurde der Preis verliehen?

Die Preisverleihung fand am 23. November 2019 im Deutschen Auswandererhaus statt.

Wohin schicke ich meine Bewerbungsunterlagen?

Bewerbungen sind in deutscher oder englischer Sprache zu richten an:

Stiftung Deutsches Auswandererhaus
KALLIOPE-PREIS
Columbusstraße 65
D-27568 Bremerhaven
Deutschland

An wen wende ich mich, wenn ich Fragen zur Ausschreibung habe?

Stiftung Deutsches Auswandererhaus
Projektassistenz KALLIOPE-PREIS
Telefon: +49 (0) 471 / 90 22 0 - 203
E-Mail: [email protected] 

Kalliope

Kalliope ist die älteste und weiseste der neun Musen. Als Namensgeberin für den Preis wurde sie ausgewählt, weil sie Museen mit Forschung, Weisheit und Schönheit verbindet: Das Wort Museum leitet sich vom altgriechischen Wort für „Musentempel“ ab. Der Name Kalliope bedeutet auch die Schönstimmige. Zudem gilt sie als Muse der Wissenschaft und der Philosophie.